SAP

Freier Mitarbeiter der SAP AG

Stand: 16.04.2006


Projektbeschreibung

 

SAP R/3 QM, 4.7 (Enterprise)        UMS Swissmetall AG, Metallindustrie, Schweiz, 2/  2004 - 6 / 2005
Thema: SAP-Einführungsprojekt mit den Modulen SD, PP, MM, QM, FI, CO, HR

Release 4.7


Projektsprachen: Französisch und Deutsch

UMS Swissmetall AG ist ein bekannter und renommierter Hersteller von metallischen Legierungen. Der Hauptstandort ist Dornach-Arlesheim bei Basel. Der Kunde hatte damals noch ein Werk im französischsprachigen Reconvilier im Schweizer Jura.

Ich war als freier Mitarbeiter einer Schweizer IT-Beratung im Projekt in den Funktionen Teilprojektleiter, Berater, Entwickler QM.

Die Hauptansprechpartnerin war die Qualitätsleiterin des Unternehmens, die aus Korsika stammte und nur französisch sprach.

Die QM-Applikation war geprägt durch die Prüfplanung und die Prüfergebniserfassung sowie das Erstellen ausgehender Qualitätszeugnisse.

Zum Erstellen der Prüfpläne wurden von mir das Konzept und die Programme für die Datenübernahme aus Altsystemen erstellt. Damit legten wir ca. 12000 Prüfpläne an.

Das Konzept für die Prüfplanung musste die Anforderung erfüllen, dass erst kurz vor der Q-Prüfung aufgrund des Kundenauftrags zu entscheiden war, ob nur mechanische oder auch chemische (d.h. spektralanalytische) Prüfungen durchzuführen waren. Ausserdem mussten je nach anzuwendender Norm für die Zeugniserstellung (EN, ASTM, oder Swissmetal-eigene Spezifikation) verschiedene Prüfvorgaben für die Zeugniserstellung berücksichtigt werden.

Im Rahmen der Ergebniserfassung mussten Prüfergebnisse von Messautomaten in die SAP-Ergebniserfassung übernommen werden. Bei den Messautomaten handelte es sich um Zwick-Maschinen zur Messung von Dehnungen und Zerreisskräften und um 3 verschiedene Geräte zur Spektralanalyse (ICP, XRF, OES), mit denen die metallischen Anteile der Legierungen bestimmt wurden. Die Besonderheit bei allen Messmaschinen bestand darin, dass je Messmaschine sämtliche Ergebnisse eines Fertigungsauftrags in einer auf dem Server liegenden Datei abgespeichert wurden. Das Handling dieser Dateien auf den Maschinen und den Servern wurde von den Kunden implementiert. Das Konzept für die SAP-Schnittstellen zu den Messmaschinen sowie die notwendigen SAP-Programme und User Exits wurden von mir entwickelt. Der User Exit zur Übernahme von Messergebnissen ins SAP ist standardmässig nur im Detailbild der SAP-Ergebniserfassung aktiv. Es gelang mir jedoch, das Konzept und die User Exits so auszugestalten, das aus dem Übersichtsbild der Ergebniserfassung heraus je Fertigungsauftrag und Messmaschine sämtliche Messergebnisse auf einen Schlag ins SAP übernommen werden konnten. Dabei mussten die entsprechenden Dateien zum Fertigungsauftrag nicht manuell ausgewählt werden, sondern das geschah automatisch im UserExit zum Einlesen von Messergebnissen, so dass der Endanwender tatsächlich nur die Drucktaste in der SAP-Ergebniserfassung drücken musste.

Bei der Zeugniserstellung waren verschiedene und komplexe Anforderungen gestellt. Das waren die automatische Erstellung von Konformitätserklärungen (ohne Prüfergebnisse) und Zeugnisse vom Typ 3.1b mit detaillierten Prüfergebnissen. Bei den 3.1b-Zeugnissen musste je nach Artikel und Kunde die für die Prüfvorgaben relevante Norm berücksichtigt werden. Diese Anforderung wurde mit einem User Exit zur Zeugniserstellung erfüllt, so dass in den Konditionen zur Zeugnisvorlagenfindung zusätzlich zu Material und Kunde die für diese Kombination geltende Norm spezifiziert werden konnte.

Weiterhin gab es eine Anforderung, statistische Ergebnisse auf Zeugnissen auszugeben (Mittelwerte der letzten 1000 Spektralanalysen bzw. der letzten 10 mechanischen Ergebnisse). Zur Realisierung wurde ein Datenbank-View und ein Funktionsbaustein im Kundennamensraum angelegt, der die statistischen Auswertungen auf dem Datenbank-View ausführte.

Um die komplexen und verschiedenen Varianten der Zeugniserstellung realisieren zu können, wurden von mir insgesamt 5 Funktionsbausteine entwickelt (Kopie von SAP-Standardbausteinen und Anpassung der Kopien) und mehrere UserExits implementiert.

Im Rahmen des Projekts wurde die Leiterin des Qualitätsmanagements von mir ausgebildet, zum Produktivstart der Applikation führte ich auch Endanwenderschulungen durch, in Reconvilier in französischer Sprache. Der Support wurde später von mir an die Schweizer IT-Beratung übergeben, die zwischenzeitlich einen Mitarbeiter mit Kenntnissen im SAP QM eingestellt hatte.

Kommentare von Kunden:

´Es läuft gut !´

´Von Ihnen hört man nur Gutes.´